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Großübung der Medizinischen Taskforce in Kassel

Am vergangenen Samstag probten über 100 Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis Kassel den Ernstfall im Kasseler Industriegebiet. Binnen einer Stunde wurde ein kompletter Behandlungsplatz aus Zelten vor einem SMA-Lager im Industriepark Kassel errichtet. Verletzte aus der Umgebung werden durch den Rettungsdienst zugebracht...

In zwei Aufnahmezelten ermitteln erfahrene Notärzte zusammen mit den ehrenamtlichen Sanitätern Art und Schwere der Verletzungen. So genannte Portiere weisen sie dann einem der sieben Behandlungzelte zu. Tatsächlich trug bei dieser groß angelegten Übung am Samstag glücklicherweise niemand einen Schaden davon. Die 53 Verletzten waren Statisten zahlreicher Hilfsorganisationen. Die Helfer – allesamt Ehrenamtliche des DRK Kassel-Wolfhagen, Kassel-Land und Hofgeismar sowie vom Arbeiter-Samariter-Bund – haben den sommerlichen Samstag genutzt, um unter der Leitung der Kasseler Berufsfeuerwehr und unter den strengen Augen des Regierungspräsidiums als Aufsichtsbehörde im Rahmen der Medizinischen Task Force (MTF) des Bundes für Katastrophenfälle den Ernstfall zu proben. Von Hektik keine Spur. Jeder Handgriff sitzt. Technische und medizinische Helfer arbeiten Hand in Hand und arbeiten die Übung nach einem festgelegten und bundesweit einheitlichem Schema professionell ab. Das Szenario  Kassels Osten ist nach tagelangen Regenfällen großflächig überschwemmt. Die Wege in die ohnehin überfüllten Kliniken jenseits der Fulda sind abgeschnitten. Der Auftrag: Der rasche Aufbau einer provisorischen Versorgungseinrichtung zur hochprofessionellem intensiv-medizinischen Versorgung von 53 Patienten. Der Aufbau  Ein Erkundungstrupp hatte den Platz abgesteckt, damit der Aufbau geordnet ablaufen kann. In Windeseile bauen die Ehrenamtlichen Helfer den Behandlungsplatz auf – mit autarker Stromversorgung aus Notstrom-Aggregaten, Zeltheizungen und allem erforderlichen medizinischen Gerät. Das Fazit  Am Ende des Tages eine positive Bilanz: „Die Patienversorgung hat gut funktioniert, die Ablösung der Helfer auch. Damit ist das Übungsziel erreicht“, resumiert Einsatzleiter Jürgen Barchfeld von der Berufsfeuerwehr Kassel.
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